Wie alles begann

Unsere Historie

„Es gibt bessere Zeiten, um ein Unternehmen zu gründen. Aber: Die gibt es immer. Wir begleiten fünf Menschen aus Schleswig-Holstein, die jetzt ihren Traum von der eigenen Firma verwirklichen.“ (Zitat shz.de)
 

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (www.shz.de) hat im Jahr 2010 jeden Monat unter der Rubrik Gründergeschichten die neusten Entwicklungen von unserer Firma veröffentlicht. Diese haben wir für Sie zum Nachlesen nocheinmal aufgelistet. Viel Spaß beim Lesen!

März 2010April 2010Mai 2010

Neumünsteraner sichert Baustellen

16. März 2010 | Von Tanja Nissen
Quelle: shz.de (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)

Der Start kann sich sehen lassen: Am ersten März hat Lars Kloth sich selbstständig gemacht. Am zweiten März hat er Briefe an ehemalige Kunden rausgeschickt und sie darüber informiert. Eine Woche später soll er bereits 22 Angebote abgeben. Der Neumünsteraner sichert Baustellen ab – mit Absperrschranken, Verkehrsschildern, Warnleuchten und was sonst noch alles dazu gehört. Und immer nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung. Den ersten Auftrag hat er bereits in der Tasche. “Es geht um eine kleine Vollsperrung inklusive Umleitung in Henstedt-Ulzburg”, sagt Kloth. Der Grund: Für ein Haus sollen die Wasser- und Stromanschlüsse gelegt werden. Dafür muss die Straße vorm Haus gesperrt werden. Für Kloth bedeutet das, dass er genau 18 Verkehrsschilder termingerecht aufstellen und wieder abbauen muss. Für den 38-Jährigen gelernten Elektriker ist das aber reine Routine.

Er hat beinahe zehn Jahre Erfahrungen in der Branche gesammelt. So lange arbeitete Kloth bei einem bundesweit tätigen Baustellenabsicherer. Kloth: “Ich bin dort als Monteur angefangen und habe mich dann hochgearbeitet.” Erst wird er technischer Betriebsleiter, dann Bauleiter. Er macht Kundenakquise, lernt Aufträge zu kalkulieren und kümmert sich um die reibungslose Absicherung der Baustellen. Schließlich steigt Kloth noch ein Treppchen höher auf der Karriereleiter und wird innerhalb des Unternehmens Niederlassungsleiter für Neumünster und Barsbüttel. Schnell spürt er jedoch, dass ihm die Arbeit als Bauleiter mehr Spaß gemacht hat. Er wollte wieder Kundenkontakt. “Aber zurück ging es nicht mehr, und ich wurde immer unzufriedener”, sagt Kloth. Und da hat er irgendwann den Entschluss gefasst, sich selbstständig zu machen.

Firmenzentrale gleich neben der Essecke

Gemeinsam mit seiner Frau Sabine arbeitet der dreifache Familienvater einen Gründungsplan aus und geht damit zur Investitionsbank Schleswig-Holstein, um sich beraten zu lassen. Schritt für Schritt füllt er Formulare bei Behörden aus, kümmert sich um Versicherungen, beantragt einen Kredit. Diese “Übergangszeit”, bis es dann richtig los geht, sei für ihn und seine Frau eigentlich das Schlimmste gewesen. “Ich bin schon öfter nachts aufgewacht und habe mich gefragt, ob ich auch an alles gedacht habe”, sagt Sabine Kloth. Die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte managt bei ihrem Mann jetzt das Büro.

Die “Firmenzentrale” der Kloths befindet sich im Haus der Familie, gleich neben der Essecke. Kloth geht die Firmengründung pragmatisch an. Schritt für Schritt. Er hat rund 30.000 Euro in eine – wie er sagt – “Grundausstattung” investiert. Er braucht einen Transporter, er hat eine Halle gemietet. Und er hat 350 Verkehrsschilder, 150 Absperrschranken, 300 Warnleuchten und jede Menge Fußplatten zum Aufstellen gekauft. Eine Grundausstattung eben. Denn das kann schnell mehr werden, sagt Kloth. Er ist optimistisch. Seiner Einschätzung zufolge ist der Markt für Baustellenabsicherer in Schleswig-Holstein überschaubar. Es gebe wenig Konkurrenz, so Kloth. Und sein Telefon klingelt schon jetzt ununterbrochen.

Sein Telefon steht nicht mehr still

13. April 2010 | Von tnn
Quelle: shz.de (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)

Lars Kloth (38) aus Neumünster hat sich Anfang März als Baustellenabsicherer selbstständig gemacht. Sein Kapital: Er hat bereits zehn Jahre Berufserfahrung in der Branche.

Bei Lars Kloth steht das Telefon nicht mehr still. Bereits in der ersten Woche als Unternehmer – Anfang März – wurde der erfahrene Baustellenabsicherer gebeten, mehr als zwanzig Angebote abzugeben. Daraus sind in der Zwischenzeit 18 konkrete Aufträge geworden – von Schleswig bis Hamburg. “Es ist ganz schön stressig im Moment”, sagt Kloth. Aber er hat alles im Griff. Und es scheint positiver Stress für ihn. “Es ist genau so, wie wir es uns gedacht haben, und ich weiß ja, wofür ich es tue”, sagt Kloth. Er müsse sich derzeit oft an die Beratung bei der Investitionsbank erinnern. Dort hatte man ihm gleich gesagt: “Sie werden keinen Acht-Stunden-Tag haben.” Und so ist es auch gekommen. Lars Kloth geht um kurz vor sieben morgens aus dem Haus – und es könne schon 21 Uhr werden, bevor er wieder zurückkomme.

Gerade erst ist der Familienvater in Reesdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gewesen, um dort 50 Absperrschranken und 150 Warnleuchten aufzustellen. Zudem hat Kloth seit dem ersten April eine Lagerhalle gemietet. Und dort ist er gerade dabei, Regale aufzustellen, um die 350 Verkehrsschilder, 150 Absperrschranken und 300 Warnleuchten vernüftig zu lagern. Denn der erfahrene Baustellenabsicherer weiß, mit steigender Auftragslage können das schnell mehr werden.

Neben den Aufträgen und der neuen Lagerhalle kümmert sich Kloth auch noch ums Marketing. So hat der Neumünsteraner ein Firmenlogo entwickelt, dass er nach und nach auf seinen Schildern, Lampen und Leitbarken aufklebt. Sind die Aufgaben allein überhaupt noch zu bewältigen? Ja, sagt Kloth. Seine Frau hält die Stellung im Büro, er übernehme den Rest. Und erst einmal wolle er seine Ausgaben auch so gering wie möglich halten. Unsere Zeitung begleitet ein Jahr lang – von März 2010 bis März 2011 – vier Existenzgründer. Wir fragen regelmäßig nach, wie ihre Geschäfte laufen, vor welchen Herausforderungen sie stehen. Jede Woche lesen Sie auf der Seite “Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg” ein neues kleines Kapitel aus den Gründergeschichten. Nächste Woche berichten wir über die Kielerin, die am kommenden Wochenende ihre Boutique eröffnen wird.

Baustellenabsicherer schafft neuen Job

11. Mai 2010 | Von tnn
Quelle: shz.de (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag)

Anfang März hat er sich selbstständig gemacht – jetzt hat der Baustellenabsicherer Lars Kloth schon seinen ersten Angestellten.

Auf die Frage, wie die vergangenen vier Wochen waren, sagt Lars Kloth nur ein Wort: stressig. Zwar hat er an seinen Erfolg geglaubt, dass aber gleich zu Beginn so viele Aufträge kommen würden, damit hatte er nicht gerechnet. Kloth: “Wenn man sieben Tage die Woche 18 Stunden täglich arbeitet, dann kommt man irgendwann an seine Belastungsgrenze.” Und Kloth hat daraus Konsequenzen gezogen. Anfang des Monats hat er einen Monteur eingestellt – und damit einen neuen Job geschaffen. Für den Neumünsteraner Gründer bleibt trotzdem noch viel Arbeit, denn neben den Baustellen kümmert er sich auch um die Kundenakquise. Da Kloth im Internet bisher nicht zu finden war, hat ihm ein Freund seiner Tochter eine Internetseite eingerichtet (www.ask-nms.de). Chefsache ist für Kloth auch das Schreiben von Angeboten. “Und ich habe derzeit 135 Preisanfragen auf meinem Schreibtisch liegen”, sagt Kloth. Er ist froh, dass er und seine Frau das Büro der Firma zuhause eingerichtet haben – dort wo vorher die Wohnzimmer-Ecke war. Sonst würde er seine Familie noch weniger zu Gesicht bekommen. Auch seine Frau Sabine denkt so. Sie könne so die Buchhaltung machen, im Büro die Stellung halten und sich trotzdem um die Kindern kümmern. “Die Kindern sehen das allerdings nicht immer, dass man arbeitet”, sagt Sabine Kloth. Das sei kein Vorwurf an ihre Kinder. Es sei hin und wieder aber schwierig, sich dann abzugrenzen.